Rekontextualisiertes Protein

Heute nur ein kleiner Hinweis auf das schöne und dabei völlig sinnfreie Blog Fast Food in the Wild, das mit Fotomontagen aus Jägern und Hamburgern den Zusammenhang zwischen Tier und Flesich wieder herstellt, der bei Fastfood-Produkten so oft verloren zu gehen scheint. Dabei fiel mir auch Karl Bruckmaiers Text aus der SZ aus dem Jahr 2005 wieder ein, der sich mit genau diesem Thema beschäftigt und den tollen Begriff „dekontextualisiertes Protein“ geprägt hat:

Fischstäbchen. Bifi. Chicken McNugget. Insgesamt: Dekontextualisiertes Protein. Fleisch, das aus seinem Form- und Funktionszusammenhang gelöst fast pornographisch umgedeutet werden kann in etwas anderes. In etwas Geiles. In „Food“. In „Food“, das designt wird. Von Food Designern. Lebensmittelrechtlich unbedenklich. Auf eine unappetitliche Weise appetitlich. Mit fünf lebenswichtigen Cerealien: Fleisch ohne Tod.

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